Ende der 1920er Jahre entsteht im Osten Berlins ein Ort, der wie kaum ein anderer für das Versprechen moderner Massenkultur steht: die „Plaza“ am damaligen Küstriner Platz, dem heutigen Franz-Mehring-Platz. Eröffnet 1929 bietet das Varieté Platz für rund 3000 Menschen. Ihr Programm richtet sich ausdrücklich an ein breites, auch proletarisches Publikum. Das Varieté Plaza ist […]
„Zeitenwende“ – der Begriff, den der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz 2022 prägte, wurde zum Wort des Jahres und ist bis heute in aller Munde. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs bezeichnete er ursprünglich eine geopolitische Zäsur. Doch inzwischen zeigt sich, dass diese Entwicklung weit über das hinausgeht, was viele zunächst angenommen hatten. Mittlerweile erfasst eine „innere […]
Grenzschließung, vermehrte Abschiebungen, Steuererleichterungen für Reiche und mehr Geld, um die Bundeswehr „kriegstüchtig“ zu machen: Die Themensetzung im Wahlkampf war genauso absurd wie die aktuelle politische Lage. Dem konnte die Revue Roter Rummel etwas entgegensetzen! […]
Am 22.11.1924 hatte in Berlin, im damaligen Außenbezirk Pankow eine neue Form politisch-proletarischer `Unterhaltungs`propaganda Premiere: Eine Rote Revue, eine Montage unter skrupelloser Verwendung aller Möglichkeiten von Musik, Chanson, Akrobatik, Clownerie, Schnellzeichnung, Boxkampf, Projektion, Film, Schauspielszenen und politischer Ansprache. Ihr Regisseur war Erwin Piscator. Das Buch stammte von Felix Gasbarra. Die Musik komponierte Edmund Meisel. 100 […]
Aus organisatorischen Gründen muss die Veranstaltung leider auf das Frühjahr 2025 verschoben werden. Alle Interessierten können sich unter info@muenzenbergforum.de an uns wenden und erhalten eine Benachrichtigung, sobald die Veranstaltung erneut terminiert ist. Veranstaltungstext Am 22.11.1924 hatte in Berlin, im damaligen Außenbezirk Pankow eine neue Form politisch-proletarischer `Unterhaltungs`propaganda Premiere: Eine Rote Revue, eine Montage unter […]
Felix Gasbarra (1895–1985) war Berliner, Italiener, Autor, Dramaturg, Übersetzer. Im Berlin der 1920er-Jahre trat er als schrift- und wortgewandter Kommunist auf und arbeitete mit Piscator, Brecht und Grosz zusammen. 1927/1928 war er Teil des Dramaturgen Kollektivs der `Schwejk`-Inszenierung. Nach der Machtergreifung der Nazis verließ er Deutschland und tauchte später in Mussolinis Propagandaministerium auf. 1944 findet […]
Ende 1927 beginnen die Arbeiten zu einer bis ins Heute nachhallenden Theaterinszenierung an den Piscator-Bühnen am Nollendorfplatz. Neben Erwin Piscator gehören zu den sich als Kollektiv begreifenden Bertolt Brecht, Felix Gasbarra, Leo Lania, George Grosz, Edmund Meisel u.a. […]
Die Verbreitung des Fußballs wäre ohne den Kolonialismus nicht denkbar gewesen. Briten, Franzosen, aber auch Deutsche nutzten das Spiel für die Unterdrückung ihrer Untertanen. Ihre „Rassenlehre“ ist längst widerlegt, doch bis heute durchzieht rassistisches Denken die Sportindustrie. Der Journalist Ronny Blaschke hat die Langzeitfolgen auf fünf Kontinenten erforscht. Und er porträtiert Menschen, die den Antirassismus […]
Neues Jahr, neue Ausstellung! Unter dem Titel „George Grosz. A Piece of My World in a World Without Peace – Die Collagen“ präsentiert Das Kleine Grosz Museum seine neue Sonderausstellung. […]
Umbrüche in Politik, Kultur und radikaler Gesellschaftskritik 1923 ist das Jahr, in dem gleich drei Ereignisse, die das «kurze 20. Jahrhundert» (Hobsbawm) eröffneten und prägen sollten, ihre Verarbeitung fanden: Der Schrecken des Ersten Weltkrieges, der Sieg der Revolution in Russland und das Scheitern revolutionärer Erhebungen in Westeuropa und Deutschland. Die Verarbeitung führte zu einem Umbruch […]