Finissage: Die Bienen sind nicht mehr wild
Am 06. März findet die Finissage der Ausstellung „Die Bienen sind nicht mehr wild“ im Foyer des FMP1 statt. Im Zuge dessen, wird es einen Kurzvortrag mit anschließender Q&A-Runde von Uta Rüchel geben. Die Soziologin spricht über ihr Buch „Verschwiegene Erbschaften – Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen“, dessen Thesen die Künstlerin Sina Niemeyer zu ihrem ausgestellten Fotografie-Projekt inspiriert haben.
Außerdem wird es eine Künstlerinnenführung von Sina Niemeyer durch die Ausstellung geben, in dem sie Einblicke in ihre Arbeit mit dem Projekt – und mit den ausgestellten Zeitzeug*innen – gibt.
Wir freuen uns darauf und auf euch!
Uta Rüchel – „Verschwiegene Erbschaften – Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen“:
Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ist eine gesamtdeutsche. Das Interesse der Kriegskinder und -enkel an familiären Prägungen wächst. Eine ost- oder westdeutsche Herkunft scheint in diesem Zusammenhang keine Rolle zu spielen. Doch die verschiedenen Erinnerungskulturen und Erfahrungen wirken nach. Das zeigt sich auch in den Haltungen gegenüber den Geflüchteten heute.
Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen. Das gilt für die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 ebenso wie für die Ostdeutschen, die nach 1989 einen Neuanfang zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für jene, die durch Globalisierung und wachsende Heterogenität den Boden unter den Füßen zu verlieren meinen.
Erstellt am: 13.02.2026
zuletzt geändert am: 19.02.2026
